„Kultur, Freundschaft und Verständigung“ – an diesen Leitspruch der Internationalen Lyceum-Clubs erinnerte die Föderationspräsidentin Erika Partsch bei der Festveranstaltung zum 120jährigen Jubiläum des Berliner Clubs.
Vor genau 120 Jahren, am 4. November 1905, wurde der Club in Anwesenheit der britischen Dramatikerin Constance Smedley und der Frauenrechtlerin Hedwig Heyl ins Leben gerufen. Dass „Kultur, Freundschaft und Verständigung“ im Clubleben eine zentrale Rolle spielen, konnte man an diesem strahlenden Herbsttag anschaulich erleben. Zusammen mit zahlreichen Lyceinnen aus den Partnerclubs in Troyes, Basel und Bern feierten die Berlinerinnen im schönen Ambiente des Ruderclubs am Wannsee ihr Gründungsjubiläum.
Umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Festvortrag der Kunsthistorikerin Dr. Heike Carstensen. Sie erinnerte an die Graphikerin und Malerin Julie Wolfthorn, Mitglied im Lyceumclub, die als Jüdin Opfer der Shoah wurde. In einem bewegenden biographischen Abriss („Mit Pinsel und Palette bewaffnet will ich mir die Welt erobern“) zeichnete Dr. Heike Carstensen den Weg der Künstlerin von Thorn in Westpreußen nach Theresienstadt nach. Zum Abschluss gab unsere Stipendiatin Teresa Hank Gomez, die an der Universität der Künste Musical und Tanz studiert, eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens.
„Reichen wir die Flamme, die in uns brennt, weiter an die nächste Generation“- mit diesem Satz forderte Antje Siebenmorgen, die amtierende Präsidentin des Berliner Clubs, die versammelten Gäste auf, sich aktiv um Nachwuchs für die Clubs zu bemühen. In diesem Sinne: Möge allen Lyceum Clubs eine gute Zukunft beschert sein. Ad multos annos!








